Geleitet wird die Kindergruppe von Gisela Geilen-Maier, Erzieherin mit langjähriger Erfahrung in der Kleinkinderziehung. Sie nimmt regelmäßig an Treffen für Erzieherinnen von Kinderkleingruppen in freier Trägerschaft (Landratsamt Tübingen) teil, um damit sicherzustellen, dass Standards und Qualitätsmerkmale der städtischen Kindertagesstätten in unserer Gruppe bekannt sind und bestmöglich umgesetzt werden.
Bis Sommer 2003 war der Erzieherin eine Vorpraktikantin zur Seite gestellt. Durch Umstrukturierung der Erzieherinnenausbildung und die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe war es möglich, die Stelle mit einer weiteren pädagogischen Fachkraft zu besetzen.
Seit April 2007 ergänzt Frau Sandra Walker das Team, in ihr fand sich eine motivierte und engagierte Kinderpflegerin. Dem Fachpersonal stehen drei Vertretungskräfte zur Seite, die bei Krankheit, Urlaub oder Fortbildung einspringen.
Das fest angestellte Betreuungspersonal nimmt regelmäßig an fachgebundenen Fortbildungen teil. Ebenso werden alle zwei Jahre (im Wechsel) die Kenntnisse in Erster Hilfe für Säuglinge und Kleinkinder aufgefrischt. Einmal in der Woche treffen sich die beiden Hauptamtlichen zu einem pädagogischen Nachmittag mit folgenden Inhalten:
Wir möchten den Kindern eine gute Ablösung von zu Hause ermöglichen und ihnen Raum geben, um sich geborgen und sicher fühlen zu können. Sie lernen innerhalb der Gruppe ihre Stärken und auch ihre Grenzen kennen und werden in ihrem eigenen Können und Handeln so gefördert, dass sich ihr Selbstvertrauen festigt. Indem die Kinder ihre eigenen Bedürfnisse zum Ausdruck bringen und die der anderen Kinder akzeptieren müssen, erfahren sie spielerisch einen ersten Umgang mit Konflikten und deren Lösungen.
Das Kennenlernen des Gemeinschaftssinnes in der Gruppe ist von immer größer werdender Bedeutung, da die Kleinkindbetreuung nicht mehr als „Abschieben“ verstanden wird, sondern als wichtiger Gegenpart zur immer häufig werdender Kleinfamilie mit z. B. berufstätigen Eltern oder nur einem Kind. Diese Erfahrung mit all ihren Aspekten möchten wir vermitteln.
Ein strukturierter Tagesablauf mit immer wiederkehrenden Ritualen gibt den Kindern wichtige Sicherheit um all diese vielfältigen Erfahrungen zu machen. Neben des spielerischen Erlernens der sozialen Kompetenz werden die Kinder vom pädagogischen Fachpersonal im feinmotorischen Bereich gefördert, mit auf kleinkindgerechter Weise ausgearbeiteten Angeboten. Zur Förderung der kognitiven Bereiche werden immer wieder gerne Lieder gesungen und mit Begeisterung die „Zappelfinger“ zum Einsatz gebracht.
Im Morgenkreis werden die Kinder zur aktiven Teilnahme aufgefordert und auch Spiel- und Liedwünsche der Kleinen, sowie „Wortmeldungen“ sind willkommen. Auf diese Weise können die Kinder sich individuell einbringen und werden so gezielt gefördert und bestärkt. Es kommen auch die Kinder „zu Wort“, die das Sprechen noch weitgehend erlernen müssen, was erfahrungsgemäß recht schnell in der Gruppe passiert und gezielt von den Erzieherinnen gefördert wird.
Körperpflege und Hygiene sind ebenfalls Bereiche, die die Kinder in der Gemeinschaft erleben. Dazu gehören unter anderem der Gang auf das Töpfchen oder das Zähneputzen nach dem Frühstück.
Der Aufenthalt im Freien, der regelmäßig angeboten wird, bietet weitere Förderung und Anregung der Sinnesorgane und der Grobmotorik. Wenn sich unser Tagesablauf auch stark am Jahresgeschehen orientiert, arbeiten wir doch prinzipiell nach einem situationsorientierten Ansatz.
Der Orientierungsplan, dessen Ziel es ist, Kinder im Kiga-Alter ganzheitlich zu fördern und altersgerechte Bildung erfahren zu lassen, wird bis 2009/2010 verbindlich in allen Kindertagesstätten eingeführt. Kleinkindergruppen (auf Vereinsebene) sind dort nicht miterfasst, aber wir setzen uns mit den Zielen und Inhalten auch auseinander, um unseren Kindern einen guten Übergang in den Kindergarten zu ermöglichen.
Die Kinder werden von uns in Empfang genommen; wenn der Abschiedskummer gar zu groß ist, darf das Kuscheltier oder der Schnuller mithelfen zu trösten. Diese sind ansonsten in unserer „Schnullergarage“ untergebracht.
Um die Gruppenaktivitäten nicht zu stören und den Kindern genügend Raum für die Freispielphase zu gewährleisten, ist es nötig, die Kinder bis spätestens 9:00 Uhr zu bringen (Ausnahme: Eingewöhnungsphase). Die Kinder können sich im Freispiel mit dem beschäftigen, worauf sie Lust haben und ihrer Kreativität und Spielfreude freien Lauf lassen. Von uns werden je nach Jahreszeit und Themen verschiedene Bastelarbeiten angeboten, die gerne und mit viel Freude angenommen werden. Auch hier achten wir auf ein altersgerechtes Angebot. Das Lesen und Vorlesen unserer vielen Bücher ist heiß begehrt. Auch kommen wir gerne beim Bauen, Kochen in der Puppenstube oder Erklimmen unserer Rutschbahn zu Hilfe.
Der Tagesablauf Mo/Fr unterscheidet sich zu den restlichen drei Tagen. Mo/Fr haben die Kinder bis 10.00 Uhr die Freispielphase oder offene Angebote. Um 10.00 Uhr findet das gemeinsame Frühstück statt, welches zuvor von einer Betreuerin vorbereitet wird. Angeboten wird verschiedenes Obst und Rohkost, Brot mit verschiedenen Belägen und Käse. Wir frühstücken ausschließlich vegetarisch, jedoch werden zu besonderen Anlässen auch Wurstwaren gereicht. Zum Trinken gibt es Apfelsaftschorle und wir achten darauf, dass genügend getrunken wird. Nach dem Frühstück hat eine Betreuerin Küchendienst. Die andere Erzieherin geht mit den Kindern, die schon trocken sind oder es werden auf die Toilette bzw. das Töpfchen. Die übrigen Kinder werden gewickelt. Selbstverständlich werden sie auch dann gewickelt, wenn es nötig ist. Das Zähneputzen findet hier seinen Platz.
Bis 11:30 Uhr ist Freispielzeit. Dann singen wir ein Aufräumlied und je eine Betreuerin räumt mit einem Teil der Kinder einen Raum auf. Da die Kinder einen großen Bewegungsdrang haben, gibt es noch ein bisschen Musik zum Tanzen. Anschließend, um wieder etwas zur Ruhe zu kommen, entspannen wir uns bei ruhiger Musik. Wir treffen uns dann zum Morgenkreis, den wir mit einem Lied beginnen. Wir „besprechen“ wichtige Dinge, lernen neue Spiele oder Lieder je nach Jahreszeit kennen oder richten uns nach den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder. Das Ende des Morgenkreises leitet die Tschi-Tschi-Eisenbahn ein, mit der wir zum Anziehen in den Flur „fahren“.
Wir gehen nach Möglichkeit immer nach draußen, darum ist wetterangepasste Kleidung besonders wichtig. Die Dauer des Aufenthaltes im Feien richtet sich nach dem Wetter und nach dem Alter der Kinder. Im Sommer ist der Aufenthalt länger als im Winter oder sehr kaltem Wetter.
Gegen 12:30 Uhr kommen die ersten Eltern, um ihre Kinder abzuholen und/oder sich mit den anderen Eltern auszutauschen. Um 12:45 Uhr endet der Tag in der Pusteblume.
Die restlichen drei Tage (Di, Mi, Do) unterscheiden sich wie folgend:
Wir nehmen mit den Kindern schon um 9.00 Uhr ein kleines Vesper ein, da ab 11.30 Uhr das gemeinsame Mittagessen beginnt. die Zeit bis zum Mittagessen wird wie an den anderen Tagen genutzt, bei schönem Wetter gehen wir schon vor dem Essen ein wenig an die frische Luft und halten unseren Morgenkreis ab. Da dass gemeinsame Essen ein immer wieder kehrendes Ritual ist, beginnen wir die Mahlzeiten mit einem Begrüßungslied und einem Vespervers. Diese Zeit bietet uns auch die Möglichkeit, etwas zur Ruhe zu kommen und die Stille zu genießen. Wir achten selbstverständlich auf Allergien und versuchen die Wünsche der Eltern zu berücksichtigen.
Bevor die Kinder nun zum Mittagsschlaf gehen, wird noch gewickelt und die Zähne geputzt. Die Kinder werden danach mit einem Schlaflied von den Betreuerinnen in den Schlaf begleitet.
Wenn Kinder einmal früher abgeholt werden müssen, kann dies nicht von 12.30 bis 14.00 Uhr geschehen, da die kleinen Schläfer sonst in ihrer Ruhe gestört würden.
Die Zeit nach der Mittagsruhe kann dann wieder zum Spielen im Haus oder Garten genutzt werden.
Die Abholzeit an diesen Tagen ist je nach Absprache von 14.00 bis 15.00 Uhr.
Und nun ein kleiner Überblick über unsere Feste.
Kinderfasnet: Am „Schmotziger“ findet unsere Kinderfasnet statt. Wir feiern sehr ausgelassen und es gibt etwas Besonders zum Frühstück. Die Kinder dürfen, müssen sich aber nicht verkleiden.
Ostern: Das Osterhäschen hüpft auch bei uns vorbei und wir suchen gemeinsam mit den Eltern eine kleine Gabe.
Sommerfest: Verläuft ganz ungezwungen auf einem Grillplatz oder im Garten der Pusteblume. Endlich haben wir viel Zeit zum Reden und Lachen in einer entspannten Atmosphäre.
Laternenfest: Im Vorfeld basteln wir unsere eigenen Laternen. Wir treffen uns zur Abenddämmerung an einem verabredeten Platz und laufen gemeinsam durch die Nacht.
Nikolaus: Die Kinder bringen einen Socken mit, der dann unseren Raum schmückt. Da der Nikolaus immer so viel zu tun hat, kümmert sich Tomte Tumetott um unsere Socken, die, oh Wunder, gefüllt zum Morgenkreis am Nikolaustag ausgeteilt werden.
Weihnachtsfeier: Die Weihnachtsfeier findet in der Pusteblume statt. Es werden kleine Leckereien mitgebracht. Die Eltern werden von den Kleinen beschert und die Pusteblumengruppe bekommt auch etwas geschenkt. Wir singen Weihnachtslieder und lassen die vergangenen Monate noch einmal Revue passieren.
Geburtstage: Das Geburtstagskind bekommt vor dem Frühstück einen Geburtstagskranz, welches mit dem Geburtstagslied und Kerzen begangen wird. Wieder gibt es etwas Besonderes zum Essen, was das Kind mitbringt. Im Morgenkreis kommt dann der Kasper zu Besuch und überreicht dem Kind sein Geschenk. Es darf sich noch ein Lied oder Spiel wünschen.
Abschied: Das Kind, das Abschied feiert, bringt etwas für die Pusteblumenkinder zum Frühstück mit. Im Morgenkreis singen wir das Kindergartenlied. Auch zu diesem Anlass schaut der Kasper vorbei und bringt ein kleines Abschiedsgeschenk. Es wird eine Wunderkerze angezündet, womit wird dem Kind 1000 Wünsche auf dem Weg mitgeben wollen.
Wir begehen Ostern und Weihnachten nicht als religiöses Fest, da wir keine kirchliche Einrichtung sind, jedoch der Tradition gemäß. Es wird kindgerecht erklärt, aber ohne Gebete und religiöse Lieder.
Die Kindergruppe Pusteblume e.V. befindet sich seit ihrem Umzug im Juni 2008 in eigenen Räumen im Dusslinger Weg 10 in unmittelbarer Nachbarschaft des DRK. Wir haben eigene Parkmöglichkeiten und sind auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus Nr. 16, 31) im Halbstundentakt erreichbar. Mit dem Fahrrad führt ein bequemer Radweg an der Steinlach vorbei Richtung Kleingartenanlage in das Gewerbegebiet Azenbach.
Unser kleines Reich besteht aus Nebenräumen, den sanitären Anlagen, einer Küche, einer Garderobe und den zwei Haupträumen sowie einem Schlafraum. In einem Zimmer befinden sich Tische und Stühle und unser umfangreiches Mal-, Bastel- und Spielmaterial. Hier nehmen wir auch unser Frühstück und Mittagessen ein. Im anderen Gruppenraum befinden sich weitere zahreiche Spielmöglichkeiten: Ein Lesesofa, die Verkleideecke, eine „Medienzentrale“, eine Puppenecke mit kleiner Sitzecke und Kinderküche und eine Rutschbahn mit Spielplateau, unter dem sich die Kinder gerne in der Höhle aufhalten. Diverses Spielmaterial wie Eisenbahn, Bauklötze, Schaukelpferd etc. ergänzen die Spielmöglichkeiten. Die Spiele werden regelmäßig ausgetauscht, um den Kindern immer wieder neue Anregungen zu bieten.
Im Schlafraum befinden sich vier Kinderstockbetten und zwei einzelne Bettchen. Der Raum wird bewusst reiz arm gehalten, damit die Kinder hier zur Ruhe kommen können. Er bietet außerdem den ganz Kleinen unter uns einen ruhigen Rückzugsort, da dieses Zimmer auch mit einem Schutzgitter abgesondert werden kann.
In unserem neuen Garten, der zum Teil noch ausgebaut werden kann, befindet sich ein großer Sandkasten und eine „Rennpiste“, auf der die Bobbycars zum Einsatz kommen. Ein großer Erdhügel animiert die Kinder zum Klettern. Mit großem Engagement wurde uns von einem Vater ein Kletterturm samt Rutschbahn gebaut. Auf unserer Gartenbank können die Kinder sich ausruhen oder wir vespern gemeinsam draußen. Unsere Spaziergänge führen uns zur nahen Steinlach oder zum Mühbach, wo es in einem kleinen Wäldchen viel zu erkunden gibt. Selbst das Busfahren wird an ganz mutigen Tagen erprobt.
Nachdem ihr Kind in der Pusteblume e.V. aufgenommen wurde und Sie bereits einmal gemeinsam geschnuppert haben, geschieht folgendes: Zu Beginn steht immer ein Einführungsgespräch, indem gemeinsam mit den Eltern und Erzieherinnen geklärt wird, wie der Verlauf der Eingewöhnung sein könnte. Dieser Prozess wird durch die Unterschiedlichkeit der Kinder immer individuell ausfallen. Hier spielt auch die Gruppendynamik eine wesentliche Rolle. Wichtig ist der regelmäßige Austauch zwischen allen Beteiligten. Durch unsere kleine Gruppe wird keine Erzieherin vorbestimmt, die das Kind in dieser Phase betreut, sondern wir beobachten, zu welcher Person ihr Kind sich hingezogen fühlt. Diese wird es dann sein, die Sie und ihr Kind durch diese Zeit führt. Die überschaubare Kleingruppe mit maximal 10 Kindern bedeutet auch, dass der Verlauf der Eingewöhnung schneller vonstatten geht, als dies in einer sehr großen (Kindergarten) Gruppe möglich ist.
Wie eingangs schon erwähnt, ist die Kindergruppe Pusteblume e.V. eine Elterninitiative. Dies erfordert, neben der Vereinsarbeit, eine Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit. Die Eltern übernehmen alle acht Wochen den Frühstücks- und Putzdienst; außerdem organisieren sie im Krankheitsfalle der Erzieherinnen die Kinderbetreuung (Bereitschaft). Der erste und zweite Vorstand sowie der Kassenwart sind von diesem Dienst teilweise freigestellt.
Wir gehen auch davon aus, dass es alle Eltern möglich machen, regelmäßig am gemeinsam vereinbarten Elternabend teilzunehmen. Sogenannte Tür- und Angelgespräche, die kontinuierlich über die Befindlichkeiten des Kindes informieren, sind uns selbstverständlich.
Um einen positiven Alltag mit den Kindern zu verbringen, liegen uns folgende Dinge am Herzen:
Alle sechs bis acht Wochen findet ein Elternabend statt. Wir berichten über die Situation der Gruppe und gehen gerne auf einzelne Fragen ein. Des Weiteren werden organisatorische Dinge besprochen. Auch Fragen, Wünsche oder Kritik finden Gehör.
Da viele Eltern gerne mehr über die Entwicklung ihres Kindes wissen möchten, bieten wir Elterngespräche an, die meist zu Ende der Kindergruppenzeit wahrgenommen werden. Hier wird erläutert, wie die bisherige Entwicklung des Kindes in der Gruppe verlaufen ist.
Wir legen großen Wert auf eine positive Sichtweise und möchten so Kinder und Eltern bestärken. Mit Hilfe eines von uns erarbeiteten Beobachtungsbogens wird die individuelle Entwicklung des Kindes festgehalten.
Das Portfolio, in dem vor allem gezielte, als auch spontane Beobachtungen sowie Fotos abgelegt werden, ist für die Eltern einsehbar und wird zum Ende der Betreuungszeit diesen überlassen.